ESSBARE BLÜTEN

ESSBARE BLÜTEN

„Blüten sind eine wundervolle Bereicherung für die Küche. Sie glänzen nebenbei auch noch lecker und gesund. ABER nicht alles, was blüht und grünt ist auch genießbar.“

Um sicher zu gehen, dass dieser Genuss auch Genuss bleibt, beachten Sie bitte Folgendes:

Von Gänseblümchen über Taglilien bis zu Magnolien reicht das Spektrum essbarer Blüten. Doch nicht alle Blüten sind essbar, und einige sind sogar giftig. Auf dieser Liste finden Sie viele essbare Blüten, auch ist die Seite www.giftpflanzen.com sehr hilfreich. Trotzdem: Sind Sie sich unsicher, verzehren Sie diese Pflanze nicht.

Achten Sie darauf, dass die Blüten nicht mit Chemikalien und Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden. Herkömmliche Pflanzen aus dem Blumenladen eignen sich daher nicht zum Verzehr. Einige Supermärkte und Gemüsegeschäfte bieten speziell essbare Blüten an. Am besten ist es natürlich, sie im eigenen Garten nach ökologischen Grundsätzen anzubauen.

Es ist auch nicht auszuschließen, dass Blüten bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Entfernen Sie deshalb Pollen tragende Pflanzenteile, wie Staubgefäße und Stempel. Da Blüten aber nur gelegentlich und in kleinen Mengen auf dem Teller landen, sind Nebenwirkungen eher selten.

Frische Blüten verwenden

Das stärkste Aroma haben Blüten vormittags, wenn der Tau abgetrocknet ist und bevor die Sonne zu sehr scheint, da sich sonst die ätherischen Öle verflüchtigen. Das Aroma ist am intensivsten bei Blüten, die sich gerade erst geöffnet haben.

Blüten sind sehr empfindlich. Damit sie nicht verwelken ist es ratsam, die Blumen erst unmittelbar vor der Verwendung zu pflücken. Ganze Blüten lassen sich aber in einer Schale mit Wasser oder in einer Vase einige Stunden frisch halten. Falls Sie nur die Blütenblätter verwenden möchten, sollten Sie diese erst direkt vor dem Servieren auszupfen. Um versteckte Insekten loszuwerden, sollten Sie die ganzen Blüten kopfüber ausschütteln bzw. absuchen. Sie können die Blumen, wenn nötig, auch vorsichtig in kaltem Wasser abwaschen und anschließend trocken tupfen.

Auf jeden Fall sollten Sie vor der Verwendung die Stiele und grünen Kelchblätter entfernen, wenn möglich auch Staubgefäße und Stempel. Rosen und Nelken haben manchmal einen bitteren Ansatz, der am besten mit einer kleinen Schere abgeschnitten wird.

Blüten trocknen

Wenn in den Sommermonaten die Pflanzen in Hülle und Fülle blühen, ist dies eine gute Gelegenheit für den Winter vorzusorgen. Die meisten Blüten lassen sich ohne Probleme trocknen. Dazu werden unbeschädigte Blüten auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung vormittags an warmen Tagen gepflückt und locker gebündelt an den Stängeln kopfüber aufgehängt. Eine Trocknung durch Auflegen der Blüten auf ein Gitter oder einen dünnen Gazestoff ist ebenfalls gut möglich. Sie können Blüten aber auch in der warmen Küche trocknen oder auf niedrigster Stufe im Backofen. Die Backofentür muss einen Spalt offen bleiben, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Die Trockentemperatur darf 35°C nicht übersteigen, da sonst die ätherischen Öle verfliegen.

Wenn die Blüten rascheltrocken sind, werden sie in festschließenden Gläsern oder Dosen kühl, dunkel und trocken aufbewahrt. Innerhalb eines Jahres sollten sie verbraucht werden. Wenn Sie getrocknete Blüten bei der Zubereitung eines Rezeptes nehmen, genügt die Hälfte der Menge, die Sie bei frischen Blüten verwenden würden.