Rezept: Spinat-Kokos-Süppchen mit Veilchenblüten

Veilchenblüten in der Küche

Haben Sie schon einmal mit Veilchenblüten gekocht? Was sind Ihre Erfahrungen?

Veilchenblüten duften nicht nur entzückend, sie schmecken auch vorzüglich. Sowohl roh als auch konserviert sind die zarten Märzveilchen ausgesprochen köstlich. Roh sind sie eine beliebte Beigabe zum Salat, kandiert oder verzuckert bereichern sie vor allem Süßspeisen und Desserts. Aber auch herzhaft lassen sich die Veilchen köstlich einsetzen. Wir möchten Ihnen daher heute ein Rezept aus unserem neuen Kochbuch „Blütendinner“ vorstellen. Das Spinat-Kokos-Süppchen mit Veilchenblüten. Sie lässt sich wunderbar als Vorspeise einsetzen, aber schmeckt auch hervorragend als leichte Hauptmahlzeit.

Für dieses Rezept verwenden wir getrocknete Veilchenblüten und mahlen die Veilchen einfach mit Meersalz und schmecken das Süppchen damit dann ab. Guten Appetit!

Wussten Sie, dass bereits seit einigen Jahrhunderten, dass das Veilchen als Gaumenfreude
bekannt war. Sowohl die Römer als auch die Perser labten sich an Veilchenwein. Der berühmte Kaiser Nero hatte angeblich eine Schwäche für pikantes Gletschereis.
Zum Aromatisieren sollen neben edlen Gewürzen auch Veilchenblüten und Rosenwasser genutzt worden sein. Veilchenbonbons waren im England des 15. und 16. Jahrhunderts beliebt, undkandierte Veilchenblüten und Veilchenzucker haben eine lange Tradition in Küchen und Backstuben. Süßspeisen und Honig wurden mit Veilchenblüten aromatisiert, die Blüten mit Mandeln und Rosenwasser zu einer Art Marzipan verarbeitet. Auch in Essig oder Öl wurden Veilchenblüten konserviert. Die kräftige Farbe der Veilchen nutzte man zum Einfärben
von Speisen und Getränken. Ein Beispiel dafür ist der legendäre »Parfait Amour«, ein lilafarbener Likör, der neben anderen Blüten und Gewürzen vor allem Veilchen enthält, denen er auch seine auffällige Farbe verdankt.

Werden die Veilchenblüten sorgfältig getrocknet, bewahren sie sowohl ihre Farbe als auch ihren charakteristischen Duft. Es lohnt sich auf jeden Fall, ihr Aroma für den Rest des Jahres einzufangen.